Wende im Verkehr

Wende im Verkehr

17. September 2019 Allgemein Eckpunkte Kommunalwahlprogramm 0

Mobilitätsamt

Wir verlangen einen Wandel vom Straßenbauamt zum Mobilitätsamt. Die Aufgabe des Straßenbauamts ist es, Straßen zu bauen, nicht die Gesamtheit der Mobilität im Landkreis im Blick zu haben. Wir benötigen ein Mobilitätsamt, dass alle involvierten Bereiche vernetzt und nach gemeinsamen Lösungen zum Wohle des Bürgers strebt. Ein umfassendes Mobilitätskonzept im Landkreis unter Einbeziehung aller Kommunen muss erstellt und schnellstmöglich umgesetzt werden.

Bewusstseinsbildung ist wichtig. Eine Möglichkeit dazu ist das Erstellen einer „Ihr Auto ist zu groß“-Broschüre, die von der Kfz-Zulassungsstelle bei jeder Anmeldung ausgegeben wird. In der Broschüre sind Energiewende und Alternativen zum Auto erläutert, z.B. ÖPNV-Netz, Carsharing, Einkaufsbusse, Mitfahrbankerl, Fahrradschnellwege.

In allen Ortsteilen ist der Autoverkehr ein Ärgernis. Viele Anwohner beschäftigen sich mit Lösungen die zur Entschleunigung führen sollen. Zum Beispiel herrscht immer wieder Unsicherheit, was einen Verkehrsberuhigten Bereich ausmacht, oder wie Tempo 30 Zonen erhalten oder ausgebaut werden können. Diese Ideen sollen vom Mobilitätsamt gegenüber der Kommune und Behörden wie der Polizei unterstützt werden.

Verkehrswende

Wir geben dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV), Radverkehr und Fußgänger Vorfahrt.

Die Hälfte der Pkw-Fahrten in unseren Städten beträgt maximal 5 km – eine Entfernung, die sich auch in ländlich strukturierten Bereichen leicht mit dem Fahrrad und E-Bike leicht bewältigen lässt. Die eigenen Füße und das Fahrrad sind optimale Verkehrsmittel für die Mobilität im Nahbereich und im weiteren Wohnumfeld.

Wir wollen mehr Platz für Menschen statt für Autos. Wir möchten in Straßen mit schmalen Gehwegen mehr Raum für Fußgänger und Radler schaffen, und zwar barrierefrei. Dazu möchten wir in Wohngebieten den öffentlichen Raum, der derzeit üblicherweise für parkende PKWs unentgeltlich genutzt wird, in Gehwege umwidmen. PKWs müssen in Tiefgaragen oder Stellplätzen auf Privatgrund abgestellt werden.

Wir wollen entscheidende Anreize, die individuelle Motorisierung auf den Straßen zu reduzieren. Autofahren muss unbequemer werden: Ampeln statt Kreisverkehr und Zweitautosteuer sind Ideen die wir einbringen wollen.

Bus und Bahn

Der Kreisverband der Partei DIE LINKE in Ebersberg setzt sich für die Beseitigung der mangelnden Querverbindungen im Liniennetz im Landkreis ein. Ein dichteres Busnetz und eine höhere Fahrplantaktung muss die S-Bahn fernen Gemeinden besser anbinden.

Das Fahren mit Bus und Bahn muss für jeden erschwinglich sein. Perspektivisch setzen wir uns für einen fahrscheinlosen ÖPNV ein.

Radlfahren

Wir wollen den Radverkehr als umweltfreundliche Alternative zum Auto im Nahverkehr deutlich stärken und die Radverkehrsinfrastruktur ausbauen.

Wir wollen keinen Straßenneubau, bei Straßenumbau sind Radwege zu berücksichtigen.

Wir sehen viel Potential im interkommunales Fahrrad- und Mobilitätssharing, z.B. Vernetzung der Carsharer.